Disruption Dynamics
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Insights

Drei Offerten. Drei verschiedene Fragen.

Eine Offerte umfasst Migration und Einführung. Die zweite setzt bereinigte Daten und eine interne Projektleitung voraus. Die dritte beginnt günstiger, rechnet Support und Übergabe aber separat.

Welche ist günstiger?

Das lässt sich noch nicht sagen.

Die Offerten sind nicht zwingend falsch. Sie beantworten nur unterschiedliche Fragen.

Der Vergleich beginnt vor der Offerte

Drei Anbieter können dieselbe Projektbezeichnung lesen und drei verschiedene Aufgaben verstehen.

Darum braucht es zuerst ein gemeinsames Bild des Bedarfs. Was muss nachher verlässlich funktionieren? Welche Abhängigkeiten bestehen heute? Was bleibt intern? Was soll der Anbieter übernehmen? Welche Risiken dürfen nicht in den Betrieb gelangen?

Erst wenn diese Fragen ausreichend klar sind, wird aus drei Preisen ein Vergleich.

Annahmen gehören zum Preis

Jede Offerte enthält Annahmen. Manche sind sichtbar. Andere stecken zwischen den Positionen.

Datenqualität, interne Verfügbarkeit, bestehende Schnittstellen, Mengen, Lizenzen, Schulung und Support verändern Aufwand und Risiko.

Ein sauberer Vergleich zeigt deshalb, was enthalten, vorausgesetzt, ausgeschlossen und optional ist. Nicht um einen Anbieter zu entlarven, sondern damit alle Beteiligten dieselbe Ausgangslage sehen.

Entscheidend ist die Gesamtverpflichtung

Der Einstiegspreis ist nur ein Teil.

Zur Gesamtverpflichtung gehören auch Migration, Integrationen, interne Zeit, Schulung, Support, Speicher, zusätzliche Module, Verlängerungen, spätere Änderungen, Ausstieg und Wissenstransfer.

Manchmal ist eine höhere Anfangssumme die klarere Wahl. Manchmal zeigt der Vergleich, dass das bestehende System noch genügt.

Auch der Anbieter gehört in den Vergleich

Eine gute Offerte ersetzt nicht die Prüfung der Arbeitsweise.

Wie klärt der Anbieter offene Punkte? Wie behandelt er Abhängigkeiten? Wer trägt Entscheidungen mit? Wie werden Änderungen dokumentiert? Was bleibt nach der Einführung beim Unternehmen?

Gute Anbieter profitieren von klaren Fragen. Sie müssen weniger raten und können ihre Leistung präziser verantworten.

Die Auftraggeberseite braucht eine eigene Rolle

Jemand auf Unternehmensseite muss Bedarf, Annahmen und Vergleichsmassstab halten. Diese Rolle ordnet die Offerten ein, ohne die Entscheidung an einen Anbieter auszulagern.

Disruption Dynamics arbeitet in einer unabhängigen Prüfung auf der Auftraggeberseite. Wer am Ende den Zuschlag bekommt, ändert in dieser Prüfung nicht, was DD verdient.

Nicht die Offerte macht den Vergleich fair. Die gemeinsame Frage tut es.

Patrick Thole, Disruption Dynamics, Zürich
disruption-dynamics.ch